SAI Europe
Häufige Fragen
Alles Wichtige über SAI Europe, Anna Christmann und europäische Innovationspolitik.
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SAI Europe (Strategische Agentur für Innovation in Europa) ist eine Berliner Beratungsagentur, die Tech-Unternehmen, Startups, Verbände und Investoren dabei unterstützt, im europäischen Innovations- und Politikbetrieb wirksam zu werden. Gegründet 2025 von Dr. Anna Christmann und Sarkis Bisanz, verbindet SAI Europe tiefes politisches Know-how mit strategischer Kommunikationsexpertise. Das Leistungsangebot umfasst Policy-Analysen, Stakeholder-Mapping, Innovationsprojekte, Public Affairs-Positionierung und Medienstrategie.
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Dr. Anna Christmann ist Gründerin und Geschäftsführerin von SAI Europe sowie ehemalige Bundesbeauftragte für Digitale Wirtschaft und Startups (2022–2025) und Koordinatorin der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt im BMWK. Sie entwickelte Deutschlands erste umfassende Startup-Strategie, baute den Future Fund (bis zu 30 Mrd. Euro), den DeepTech & Climate Fonds (1 Mrd. Euro) und die European Tech Champions Initiative auf und setzte das SPRIND-Freiheitsgesetz durch. Im Oktober 2023 wurde sie vom UN-Generalsekretär António Guterres in das UN AI Advisory Body berufen. Sie ist Tagesspiegel Background „Kopf des Jahres" Digitalisierung & KI 2023.
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SAI Europe berät Tech-Unternehmen, Startups, VCs, Verbände, Forschungseinrichtungen und öffentliche Institutionen, die ihren Einfluss im europäischen Innovations- und Politikbetrieb ausbauen, Förderprogramme erschließen, Innovationsstrategien entwickeln oder als relevante Stimme in Politikdebatten wahrgenommen werden wollen.
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"Innovation made in Europe" steht für die Überzeugung, dass Europa nicht nur Regulator, sondern aktiver Innovationsgestalter sein muss. Es geht um technologische Souveränität — die Fähigkeit, kritische Technologien in Europa zu entwickeln, zu skalieren und zu kontrollieren. Nur ein innovatives Europa ist ein souveränes Europa. Regulierung allein sichert keine geopolitische Handlungsfähigkeit.
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Als Startup-Beauftragte 2022–2025 hat Anna Christmann Deutschlands erste umfassende Startup-Strategie entwickelt (130 Maßnahmen, >80% umgesetzt), den Future Fund (bis zu 30 Mrd. Euro VC-Hebelwirkung), den DeepTech & Climate Fonds (1 Mrd. Euro), die European Tech Champions Initiative (1 Mrd. Euro) und 15 EXIST Startup Factories aufgebaut. Institutionell setzte sie das SPRIND-Freiheitsgesetz durch und gründete die DATI. Daneben reformierte sie die ESOP-Besteuerung und startete die Initiative SheTransformsIT. International war sie Mitglied im UN AI Advisory Body und Co-Autorin des European Tech Deal Papiers.
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Die erste umfassende Startup-Strategie der Bundesregierung (Kabinettsbeschluss Juni 2022) definierte 130 Maßnahmen in 10 Handlungsfeldern — von Finanzierung und Talenten über öffentliche Beschaffung bis zu Regulierung und Internationalisierung. Über 80% der Maßnahmen wurden bis Ende 2024 umgesetzt. Kerninstrumente: Future Fund, DeepTech & Climate Fonds, EXIST Startup Factories, ESOP-Reform.
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Der Future Fund ist ein 2022 gestartetes Instrument des Bundes (primär über KfW Capital), das Wachstumskapital für Startups und Scale-ups mobilisiert. Das Zielvolumen beträgt 10 Milliarden Euro staatlicher Mittel — mit Hebelwirkung bis zu 30 Milliarden Euro privates Kapital bis 2030. Er adressiert die chronische Unterversorgung mit Later-Stage-VC in Deutschland, die European Scale-ups bislang in die USA oder nach Asien getrieben hat.
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Der DeepTech & Climate Fonds (DTCF) ist ein 2023 gestarteter 1-Milliarden-Euro-Fonds für Hardware-intensive Startups in Deep-Tech und Klimatechnologien. Er adressiert eine Marktlücke: Klassische VC-Fonds sind auf 7–10 Jahre ausgelegt, zu kurz für Unternehmen die Materialien entwickeln, Kraftwerke bauen oder neue Werkstoffe skalieren. Der DTCF bietet längere Investitionshorizonte und niederschwelligen Einstieg für Erstinvestoren.
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Das SPRIND-Freiheitsgesetz (November 2023) gibt der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) mehr operative Autonomie — vergleichbar mit der DARPA in den USA. Die Agentur kann seitdem flexibler Personal einstellen, Vergabeprozesse beschleunigen und eigene Investitionsentscheidungen treffen. Anna Christmann nannte es „einen Meilenstein in der Innovationspolitik".
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Technologische Souveränität bedeutet, dass Europa kritische Technologien — von KI über Halbleiter, Weltraum bis zu Batterien — selbst entwickeln und kontrollieren kann, ohne strategische Abhängigkeiten von US- oder chinesischen Plattformen einzugehen. „Nur ein innovatives Europa ist ein souveränes Europa," so Anna Christmann. Souveränität entsteht nicht durch Regulation, sondern durch eigene Innovationskraft.
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Das European Tech Deal Papier (April 2024) wurde von Dr. Anna Christmann und MEP Sergey Lagodinsky (Bündnis 90/Die Grünen im Europäischen Parlament) co-verfasst. Es fordert eine gesamteuropäische Innovationsstrategie analog zum Green Deal — mit gemeinsamen Zielen, koordinierter Finanzierung und Governance-Strukturen für strategische Technologiesektoren. Kernthese: „Hybrid warfare in cyberspace is a serious threat — technological innovation and democracy belong together."
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Innovative öffentliche Beschaffung bedeutet, dass der Staat nicht als letzter, sondern als erster Kunde innovativer Lösungen auftritt — als „Ankerkunde Zero". Challenge-basierte Vergabeformate ermöglichen es Startups, gegen etablierte Anbieter anzutreten und Referenzkunden zu gewinnen. Deutschland gibt jährlich über 500 Milliarden Euro in der öffentlichen Beschaffung aus — ein enormes Potenzial für Innovationsförderung.
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Das Hauptproblem ist das „Valley of Death" zwischen Forschungsprototyp und Markteintritt. Ursachen: (1) klassische VC-Fonds haben zu kurze Investitionshorizonte für Hardware-intensive Technologien, (2) öffentliche Förderprogramme enden oft nach 3 Jahren — zu früh für reale Marktreife, (3) Deutschland hat strukturell zu wenig Later-Stage-Kapital. Der DeepTech & Climate Fonds und Pilot-Partnerschaften mit dem Staat als Ankerkunden sind Ansätze, die SAI Europe mitgestaltet hat.
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SAI Europe analysiert das gesamte Förderlandschaft auf EU-, Bundes- und Länderebene, identifiziert strategisch passende Programme, entwickelt Antragspositionen und begleitet den politischen Prozess — mit direktem Zugang zu den informellen Anforderungen und Entscheidungslogiken der relevanten Institutionen.
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Die Deutsche Agentur für Transfer und Innovation (DATI, gegründet November 2024) ist eine neue Bundesbehörde, die den Wissens- und Technologietransfer aus der Wissenschaft in den Markt beschleunigt. Sie soll die Lücke zwischen akademischer Forschung und wirtschaftlicher Anwendung schließen und fokussiert besonders auf anwendungsorientierte Hochschulen (HAWs) und Fachhochschulen. Anna Christmann: „Mit der DATI schaffen wir endlich mehr Freiräume für Transfer und Ideen."